16.08.2016

„Es läuft richtig rund im Verein“

Autor / Quelle: Burghard Neumann

Besichtigung der Sportanlage beim Vereinsdialog zwischen dem Niedersächsischen Fußballverband und dem TSV Föhrste. Foto: Neumann

Besuch vom Niedersächsischen Fußballverband aus Barsinghausen empfing kürzlich der TSV Föhrste. Die Delegation mit dem Vizepräsidenten und Bezirksvorsitzenden August-Wilhelm Winsmann, Direktor Bastian Hellberg sowie Sebastian Ratzsch, Referatsleiter Nachhaltigkeit/Masterplan, besichtigten die Sportanlagen und führten informative Gespräche mit dem TSV-Vorstand.

Seitens des Gastgebers beteiligten sich der 1. Vorsitzende Jörg Schaper (seit 2001 Vereinsboss), sein Stellvertreter Martin Liersch, Spartenleiter Dennis Mujanovic, Gesamt-Jugendleiterin JSG Warberg Silke Lippke, Protokollführer Uwe Bues, Jugendleiter Markus Keck, Jugendtrainer Lars Kappei und das Ehrenmitglied Herbert Bednarek an der Gesprächsrunde.

Zur Delegation des NFV-Kreises Hildesheim zählten der 1. Vorsitzende Detlef Winter und die Vorstandsmitglieder Günther Schaper (Schulfußball) und Burghard Neumann (Öffentlichkeitsarbeit).

„Alles ist top hier“, sagte Winsmann beim Rundgang. Besonders die exzellent gepflegte Sportplatzanlage des TSV Föhrste mit einem Vorzeigerasen beeindruckte die Verbandsfunktionäre. Im Fokus standen die neue Turnhalle und das angrenzende Klubhaus mit hell durchfluteten Räumen.

Hierzu gab der Vereinsvorsitzende Jörg Schaper einen kurzen Rückblick: Nach Brandstiftung loderte die Halle 2011 bis auf die Grundmauern nieder. Und dies kurz nach einer mühevollen und arbeitsaufwendigen Sanierung. Es entstand ein großer Sachschaden, der sich auf ca. 2 Mio. Euro bezifferte. Alle Sportgeräte wurden ein Raub der Flammen. Auch die ideellen Werte gingen verloren. Damit der Spielbetrieb weiter gehen konnte, wurde vom NFV-Kreis Hildesheim eine Sofort-Hilfe gestartet. Detlef Winter nahm FIFA-Schiedsrichter Michael Weiner mit ins Boot, der sich bei der Lotto-Sportstiftung um eine Finanzspritze bemühte. „Das werden wir nicht vergessen. Ohne zu zögern half von allen Verbänden spontan nur der Fußball“, zeigte sich Jörg Schaper noch heute dankbar. Im Sommer 2015 wurde die neue Sporthalle eingeweiht. Zu einem Benefizspiel gegen eine Auswahlmannschaft kamen sogar die Profis von Hannover 96 ins Leinetal.

Bastian Hellberg eröffnete in Föhrste den Erfahrungsaustausch. „Der Dialog mit den Vereinen im Amateurfußball nimmt im DFB-Masterplan einen breiten Raum ein und dient durch direkte Gespräche zur Stärkung der Kommunikation zwischen Verband, Kreis, Bezirk und Verein. Nur so erfährt die Verbandsspitze, wo den Vereinen „der Schuh drückt“, erklärte der NFV-Direktor. „Mit Hilfe der Vereinsdialoge sollen der Kontakt zu den Vereinen gefördert und deren Sorgen und Nöte ans Licht gebracht werden. Wie können wir an der Basis helfen? Wie können wir den Amateurfußball noch attraktiver gestalten?“, lautete Hellbergs Botschaft, der sich auch Sebastian Ratzsch anschloss.

Rund zwölf Mal jährlich ist die Verbandsspitze in Niedersachsen zu Vereinsbesuchen unterwegs. „Das persönliche Gespräch bleibt leider häufig außen vor. Es gibt nur noch E-Mails und das NFV-Postfach“, warf Detlef Winter ein. 

Von Föhrster Seite gab es zu den Themen Ehrenamt im Verein, Zusammenarbeit im Vorstand, Fair-Play-Liga und Futsal nur Positives zu berichten. „Es läuft richtig rund im Verein“, sagte Martin Liersch. „Die Zusammenarbeit mit den Funktionären klappt super“, bestätigt auch Vereinsboss Schaper.

Der TSV Föhrste bietet 548 Mitgliedern in acht Sparten eine sportliche Heimat. Neben zwei Herrenteams hat Silke Lippke neun Jugendteams von der JSG Warberg für den Spielbetrieb gemeldet. Selbst trainiert sie die 9er-Junioren und hat viel Spaß dabei. Auch Herbert Bednarek genießt Anerkennung und großen Respekt im Verein. Der 84-Jährige übte fast alle Ämter aus. Mehrere Jahre war er auch Lehrwart bei den Alfelder Schiedsrichtern.

Dennis Mujanovic brachte das leidige Thema Ablösesummen auf den Tisch. Die Ausbildungsvergütung von Jugendlichen beim Vereinswechsel wird unterschiedlich behandelt. Es gebe keine einheitliche Grundlage, bestätigte der Spartenleiter. Ein guter Wink, den Hellberg mit nach Barsinghausen nahm.

Zur Sprache kamen auch die Themen Bearbeitung der Spielerpässe, Beach Soccer und Internet-Portal „Fußball.de“ mit Ideen und unterstützenden Maßnahmen für die Vereine.

Fazit: In dem über zwei stündigen harmonischen Gespräch wurde deutlich, dass Verband, Bezirk, Kreis und der TSV Föhrste die gleiche Sprache sprechen. Zufrieden äußerten sich die Besucher aus Barsinghausen, dass der NFV-Kreis Hildesheim für den Dialog einen kompetenten und gut funktionierenden Verein ausgewählt hatte.

◢  

Zurück
Seite zuletzt aktualisiert am: 29.10.2017