24.03.2019

Halbzeittagung des Bezirks Hannover 2019

Am 10.03.2019 war es wieder so weit. Bezirksschiedsrichterobmann Thomas Rüdiger eröffnete die Halbzeittagung 2019 mit herzlichen, dankenden Worten sowohl an die Abwesenden als auch an die Anwesenden aktiven Schiedsrichter*innen.

Diesen Spielleiter*innen und deren aufbringendes Engagement, gepaart mit ihrer Kompetenz, ist es nämlich zu verdanken, dass Woche für Woche unzählige Fußballspiele im Bezirk „glatt über die Bühne gehen“.

Dieser Meinung schlossen sich die Ansetzer Bernd Brüggemann und Carsten Fistler an. Nicht zuletzt durch diverse kurzfristige Übernahmen von Spielleitungen. „Vieles läuft super! Das lässt sich aber noch perfektionieren“. Hiermit machten sie auf die gängigen, bereits vom Vorjahr bekannten Problematiken aufmerksam. Diese gehen jedoch lediglich von einem kleinen Teil der aktiven Schiedsrichter*innen zurück. Sie baten ferner um Anregungen oder Wünsche, um weiterhin alle Ungereimtheiten, welche intern und neben dem Fußballplatz aufkommen, beiseite zu schaffen. Diese selbstkritische Betrachtung vom gesamten Vorstand kam bei den Anwesenden gut an.

Weiterhin bedankten sich die Schiedsrichter für den kurzen und direkten Draht sowie den respektvollen Umgang untereinander. Stets fand man ein offenes Ohr und für jedes Problem gab es immer eine passende Lösung.

Neben dem genannten, offenen Austausch, standen insbesondere zwei Thematiken auf der Tagesordnung. Zum Einen ging es um das sogenannte „1000-Punkte-System“, wonach die Schiedsrichter*innen zum Saisonabschluss bewertet werden und das letztlich über Auf- und Abstieg entscheidet. Das ist einer der Gründe, weshalb hier eine offene und ehrliche Kommunikation für den Bezirksschiedsrichterobmann, Thomas Rüdiger, ein besonderes Anliegen ist.

Bezirksschiedsrichterlehrwart, Marcus Schierbaum, regte mit einem Änderungsvorschlag zur Diskussion unter den Anwesenden an. Schnell zeigte sich, dass das Punktesystem umstritten ist. Es erfolgte eine hitzige, jedoch konstruktive Diskussion, wo die Tagungsteilnehmer das Für und Wider in alle denkbaren Richtungen argumentierten. Unterm Strich fand sich kein Ergebnis, womit alle zufrieden sein können. Dieses ist nicht zuletzt der Komplexität beim alljährlichen, möglichst objektiven Erfassen des Leistungsniveaus jedes/r Schiedsrichter*in zu verschulden.

Die bereits erwähnte, zweite Thematik, befasst sich mit einer textlichen Veränderung bzw. einer Minimierung im Beobachtungsbogen. Kaum erschöpft von der ersten Debatte, wurde auch bei diesem Thema fleißig hin und her erörtert. Letztlich fanden sich gleichermaßen Befürworter als auch Kritiker.

Der Vorstand bedankte sich für den vielfältigen Einblick in das Meinungsbild der Anwesenden. Eine Entscheidung seitens des Vorstandes, ob das derzeitige Punktesystem erhalten bleibt, verändert oder gar abgeschafft wird, steht noch aus. Nach einer kleinen Stärkung zu Mittag ließ Marcus Schierbaum die Anwesenden beim sogenannten „Konformitätstest“ schwitzen. Es wurden kurze Videosequenzen von aktuellen, kniffligen Spielsituationen eingespielt. Wie auf dem Fußballplatz auch, musste nun in der Theorie schnell entschieden werden, ob und welche Strafen hier folgerichtig sind. Auf Anraten des Bezirkssportgerichts folgte ein aktiver Jugendspieler der Einladung zu diesem Theorietest im Rahmen der Schiedsrichter-Halbzeittagung. So konnte er einen eindrucksvollen Einblick in die Komplexität des Entscheidungswesens erlangen.

Zum Abschluss wies Denise Thaddey, Vorsitzende des Bezirkssportgerichts, auf die wichtige Rolle der Schiedsrichter*innen beim Sportgericht hin. Sie präsentierte aktuelle Fälle und gab zudem Tipps und Tricks für eine zeugenschaftliche Aussage.

Der Vorstand beendete dann die Halbzeittagung 2019 und wünscht allen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern eine Erfolgreiche und verletzungsfreie Rückserie.

Christos Savvopoulos

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Seite zuletzt aktualisiert am: 16.06.2019