16.12.2016

Nicht auf unnötige Kraftakte angewiesen

Der SV Bavenstedt II ist als zweitplatziertes Team im VGH-Fairness-Cup der Saison 2015/2016 von der VGH ausgezeichnet worden.

„Das ist ein intelligentes Team, das technischen Fußball bevorzugt und nicht auf unnötige Kraftakte angewiesen ist.“ – Für Christian Müller, Trainer des Hildesheimer Bezirksligisten SV Bavenstedt II, war der zweite Platz seiner Mannschaft im VGH-Fairness-Cup der Saison 2015/2016 keine ganz so große Überraschung.

Nur 25 gelbe Karten hatte sein Team in den 30 Spielen der vergangenen Spielzeit erhalten und damit nach der sportlichen Meisterschaft in der Kreisliga Hildesheim auch die niedersächsische Fairness-Vizemeisterschaft hinter der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst gewonnen. Der verdiente Lohn für die Bavenstedter waren ein Empfang mit Pokalübergabe durch die VGH in Hannover, der anschließende Besuch des Zweitligaspiels zwischen Hannover 96 und dem 1. FC Heidenheim (3:2) und zum Ausklang des Tages ein Mannschaftsabend in der Bavaria Alm in Hildesheim.

„Das habt ihr top gemacht. Ihr seid mit fairen sportlichen Mitteln aufgestiegen und habt eindrucksvoll beweisen, dass ihr keine ´Schruppertruppe` seid“, würdigte VGH-Vertriebsleiter Andreas Brückmann die Bavenstedter bei der Pokalübergabe. Dass es in dieser Saison zu einer Wiederholung des Fair-Play-Erfolges kommen könnte, schloss Brückmann allerdings augenzwinkernd aus. Denn in den bisherigen 17 Saisonspielen hat die Zweite aus Bavenstedt inzwischen bereits 20 gelbe sowie zwei gelb-rote Karten gesehen, führt die Fairnesswertung der Staffel 4 der Bezirksliga Hannover aber dennoch vor dem SC Harsum an.

Auch „Auwi“ Winsmann, NFV-Vizepräsident und Vorsitzender des NFV-Bezirks Hannover, zeigte sich vom Abschneiden der Bavenstedter beeindruckt. „Platz 2 unter über 1000 beteiligten Mannschaften ist aller Ehren wert. Der Bezirk Hannover hat allen Grund stolz zu sein. Immerhin stellt er mit der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und SV Bavenstedt II das Siegerteam und den Vize in Deutschlands größtem Fairnesswettbewerb“, so Winsmann, der vom Spielobmann des Bezirks Hannover, Thorsten Schuschel, zur Ehrung begleitet worden war.

Winsmann betonte zudem das Engagement der VGH, die den 1992 eingeführten Wettbewerb seit der Spielzeit 2000/01 fördert: „Unsere Kooperation existiert nun schon seit 16 Jahren. Ohne die großartige Unterstützung der VGH könnten wir den Wettbewerb nicht durchführen.“Dirk Kleinherr ist Manager der Bavenstedter. Wie die meisten Spieler des Teams war auch er „hellauf begeistert vom Sieg der ´Roten`“ und bezeichnete den Ehrungsabend als „eine wirklich sehr schöne Übung“.

An der hat auch Simon Engelke teilnehmen dürfen. Mit vier gelben Karten war er immerhin Kartensammler Nummer 1 der vergangenen Saison. „Die habe ich allerdings auch schon in den ersten fünf Spielen gesehen. Danach war Ruhe“, entschuldigt der 21-Jährige nachträglich seinen jugendlichen Übermut.„

Die Älteren haben bis gegen 0 Uhr ausgehalten, die Jüngeren dürften noch einiges dran gehängt haben“, berichtet Dirk Kleinherr, dass die Mannschaftsfeier in der Bavaria Alm erst am frühen Samstagmorgen endete. Da war allerdings bereits auch durchgesickert, dass das Punktspiel am Sonntag beim SC Harsum ausfallen würde. Denn die gute sportliche Zwischenbilanz in der Bezirksliga 4 wollte die Mannschaft auch durch eine feucht-fröhliche Fairness-Siegesfeier nichts aufs Spiel setzen. Sechs Siege bei fünf Unentschieden und sechs Niederlagen sowie ein guter sechster Platz standen nach 17 Saisonspielen für den starken Aufsteiger zu Buche. Aufgrund des Spielausfalls aber konnten die Spieler um Kapitän Marcus Züge guten Gewissens ihren Fairnesstriumph ausgelassen fgeiern.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 22.03.2017